geomer gewinnt Internationalen Innovationspreis mit EmoCityMap

EmoCityMap (Emotional City Mapping) macht Emotionen im Raum sichtbar.

Mit dem neu entwickelten Verfahren kann auf faszinierende Art und Weise die emotionale Wahrnehmung des Raums visualisiert werden. Dazu werden psycho-physiologische Messergebnisse mit GPS-Daten angereichert und ausgewertet. Emotionen wie positive und negative Aufmerksamkeit, Entspannung und Müdigkeit können so in Karten dargestellt werden.

Mit diesem Verfahren steht das Heidelberger Unternehmen geomer zusammen mit dem Ludwigshafener Unternehmen bodymonitor, einer Ausgründung des GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim, gleich zweimal bei der European Satellite Navigation Competition 2012 (ESNC 2012) auf dem Siegertreppchen. Den 1. Platz gewinnt die Kooperation in der „Baden Württemberg Challenge“, den 3. Platz in der Kategorie „Living Lab“.

Der ESNC 2012 zeichnet seit 2004 die besten Ideen für Anwendungen im Bereich Satellitennavigation aus und wird vom Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen, unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ausgerichtet. Gestartet mit 3 Partnerregionen findet der Wettbewerb inzwischen in weltweit 22 High-Tech-Regionen statt. Prämiert wird Pionierarbeit auf dem Gebiet der Satellitennavigation mit größter Aussicht auf kommerziellen Erfolg.

In der Idee des Emotional City Mapping (EmoCityMap), d.h. menschliche Emotionen in Echtzeit in einer digitalen Karte sichtbar machen zu können, sah die diesjährige Jury einen besonders hohen Nutzen und großes  wirtschaftliches Potential. Die neue Technologie besteht im Wesentlichen aus 3 Komponenten:

  • Ein Armband sammelt als tragbarer Computer ununterbrochen die physiologischen Daten seines Trägers und übermittelt zur gleichen Zeit GPS-Informationen. Erfasst werden die Vitaldaten wie Hauttemperatur, Umgebungstemperatur, Pulswelle und Bewegungen mittels Sensoren und Mikroprozessoren.
  • Eine Software verarbeitet und klassifiziert die psycho-physiologischen Signale in emotionale Reaktionen wie z.B. Wohlbefinden, Stress, Entspannung und Müdigkeit.
  • Das “EmoCityMap Geoinformationssystem” visualisiert die Resultate in Kartenform.

Sehr vielfältige Fragen wie „Wo bietet die Stadt ein echtes Einkaufserlebnis?“, „Langweilt die Stadtrundfahrt?“, „Wo befinden sich die Angsträume einer Stadt?“, „Wie können Lebensräume für Menschen mit eingeschränkter Mobilität optimal gestaltet werden?“, „Wie und wo müssen Katastrophenschutzübungen optimiert werden?“, können so mit objektivierten Methoden beantwortet und sichtbar gemacht werden.

Mit den Resultaten eröffnet die EmoCityMap faszinierende Anwendungsmöglichkeiten wie z.B. in den Bereichen Stadtplanung, Gesundheitswesen, Katastrophenschutz, Marketing sowie Tourismus- und Freizeitplanung.

Unsere Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden.

 

Hartmut Gündra Mitglied der Geschäftsleitung. Seit mehr als 20 Jahren sind Geographische Informationssysteme mein Spezialgebiet.

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