GIS in der Energiewirtschaft: geomer an wegweisender Forschung beteiligt

Wer die Energiewende erfolgreich und nachhaltig umsetzen will, braucht leistungsstarke Geoinformationssysteme und zuverlässige Geodaten. Forscher der Universität Heidelberg, Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts ISE in Freiburg und geomer untersuchen gemeinsam, welche zentrale Rolle Geoinformationssysteme bei der Energiewende spielen. In einem Artikel des ISPRS International Journal of Geo-Information zeigen die Wissenschaftler welche Trends sich in der Planung von Energieinfrastrukturen auftun. Hartmut Gündra von der geomer GmbH ist als Koautor an der Studie beteiligt.

Geointelligente Energiesysteme der Zukunft

Die Parameter Zeit und Raum müssen in Planungswerkzeugen für die Energiesysteme der Zukunft integriert werden, so die zentrale Botschaft der Forschergruppe. Raum und Zeit sind zentrale Einflussgrößen, wenn es darum geht, die Erzeugung und Nutzung von Energie besser zu verstehen. Die dezentrale Energieerzeugung mittels erneuerbarer Energien ist mit schwankender Produktion verbunden. Gleichzeitig gibt es erhebliche räumliche und zeitliche Schwankungen beim Energieverbrauch. Die Energielandschaft lässt sich in einem Geoinformationssystem abbilden. So können räumliche, zeitliche sowie weitere Daten der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs verbunden werden.

Dezentrale Energieerzeugung im Fokus

Bei der Untersuchung standen insbesondere dezentrale Energiesysteme im Fokus. Hier spielen Geoinformationssysteme schon jetzt eine wichtige Rolle. Sie spüren optimale Standorte für Fotovoltaik-, Windkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen auf. In Zukunft werden hochaufgelöste, dreidimensionale Stadtmodelle helfen, Flächen für Fotovoltaik zu finden.

Wissen, wo Energie verbraucht wird
Um die Netzstabilität sicher zu stellen, ist es notwendig, Analysewerkezeuge zu haben, die räumliche Unterschiede im Energie- und Wärmeverbrauch darstellen. Das gilt vor allem dann, wenn Energiekonzepte auf lokaler oder regionaler Maßstabsebene realisiert werden sollen. Bedarfsanalysen sind nützliche Instrumente um Netze, Erzeugung und Speicherung zu planen und zu realisieren.

Ansprechpartner: Hartmut Gündra T. +49 6221 89458-20