Standortkataster für Lärmschutzanlagen mit Ertragsprognose für potentielle Photovoltaik-Anwendungen sowie Wildbarrieren

Das Geographische Institut der Universität Heidelberg, Abteilung Geoinformatik, und geomer erstellen gemeinsam ein Kataster zur Berechnung des Photovoltaikpotenzials an Lärmschutzwänden.

Aktuell werden verschiedene Ansätze zur Kombination von Photovoltaik mit Lärmschutzeinrichtungen an Bundesfernstraßen erprobt. Um in Planungen zur Instandsetzung von bestehenden Lärmschutzeinrichtungen oder bei Neuplanungen die Option der Kombination mit Photovoltaik-Elementen frühzeitig berücksichtigen zu können wird eine Aufstellung des möglichen Photovoltaik-Ertrages entlang von Bundesautobahnen und -fernstraßen benötigt. Daher soll im Rahmen des Vorhabens ein Kataster erstellt werden, mit dessen Hilfe der potentielle Photovoltaik-Ertrag an jeder Stelle des Bundesfernstraßennetzes berechnet wird. Neben Lärmschutzeinrichtungen sollen im Kataster Standortdaten zu Wildbarrieren (beispielsweise Zäune, Ausführung von Mittelstreifen und Seitenbereich) erfasst werden, um effektiv Aussagen zum bestehenden oder anzustrebenden Schutzniveau in Lebensraumkorridoren treffen zu können.

Neben dem bundesweiten Kataster von Lärmschutzeinrichtungen und Wildbarrieren liegen die innovativen Aspekte in der Entwicklung von Ertragsmodellen auf Grundlage von 3D-Daten für Lärmschutzeinrichtungen.

Hartmut Gündra
Mitglied der Geschäftsleitung. Seit mehr als 20 Jahren sind Geographische Informationssysteme mein Spezialgebiet.

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